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Clermont-Ferrand 25.-29.05.2022

Das Warten hatte ein Ende. Die Motorräder waren gepackt und endlich konnten wir wieder auf große Fahrt gehen. Ziel war die Vulkanlandschaft bei Clermont-Ferrand in Frankreich.

Nachdem ein Großteil der Anfahrt auf der Autobahn zurückgelegt wurde, nahmen wir noch ein paar kleine Sträßchen durch das Beaujolais unter die Räder. Die schöne Landschaft ließ uns schnell die ermüdende Autobahnfahrt vergessen. Kurz vor Clermont-Ferrand ging es nochmal auf die Autobahn. Vorbei am Puy de Dome, dem höchsten und wohl markantesten Vulkankegel in der Gegend, näherten wir uns unserem Ziel, dem Campingplatz am Lac d’Aydat. Hier würden wir die nächsten Tage wohnen.

Versorgt mit französischem Baguette und Pfälzer Hausmacher starteten wir am nächsten Morgen bei frischen Temperaturen, der See liegt schließlich auf 837 Meter ü.M., zur ersten Tagestour durch die Vulkanlandschaft südlich des Lac d‘Aydat. Vorbei am Berg la Banne d’Ordanche, zu dessen Füßen der in morgendlichen Nebel gehüllte See Lac de Guery, an Schottland erinnerte, wir streiften den Ort le Mont Dore, ein vom Tourismus geprägter Kurort, dessen Thermalquellen schon die Gallier und Römer nutzten. Danach steuerten wir Richtung Westen. Die Berge wurden flacher und das Klima milder. Mittlerweile wurde es Zeit für eine Rast. Ein passendes Picknickplätzchen war schnell gefunden und wir konnten bei reich gedecktem Tisch unsere Eindrücke über die wunderschöne Gegend austauschen. Ein Stück folgten wir auf einer schmalen Department Straße dem Flusslauf der Dordogne, mit ca. 500 km der fünftlängste Fluss Frankreichs, um dann wieder Richtung Osten auf das Hochplateau „Artenese“ abzubiegen. Vorbei an leuchtendgelben Ginsterbüschen und mit Steinmauern eingezäunten Weiden ging es bis Picherande, um mit Blick auf die denkmalgeschützte Kirche eine weitere Pause einzulegen.

Frisch gestärkt fuhren wir zurück in die Vulkanregion der Auvergne, um einen letzten Fotostopp bei Murol einzulegen. Die mächtige Burg von Murol, erbaut auf einer Basaltkuppe, ist ein ideales Fotomotiv.

Danach waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unseren Mobilhomes, wo wir den schönen Tag beim Würstchen Grillen ausklingen ließen.

Am nächsten Tag folgte dasselbe Procedere: Dreizehn Motorradfahrer brauchen ordentlich was zum Futtern, daher kauften wir zwanzig Baguettes. Einen Teil verdrückten wir beim Frühstück, der Rest sollte wieder als Proviant fürs Picknick dienen. Die Fahrt ging wieder nach Le Mont Dore, diesmal mussten wir direkt durch das turbulente Zentrum, um die Auffahrt zum Col de la Croix St. Robert in Angriff zu nehmen.

Danach überquerten wir die Bergkette des Mont Dore mit herrlichen Ausblicken auf den Puy de Sancy, der mit 1885m die höchste Erhebung des Französischen Zentralmassives ist. Bei der Weiterfahrt begeisterten uns erneut die zahlreichen Ginsterbüsche. Wir durchquerten das Vallee de Rentieres und die Gorges de Courgoul in Saurier, einem kleinen, mittelalterlich wirkenden Dorf, legten wir nochmals eine Pause ein. Der Tag war wieder wie im Flug vergangen und wir kehrten zurück auf den Campingplatz.

Am nächsten Tag ging es Richtung Norden, wo uns u nser alter Bekannter, der Puy de Dome, erwartete. Leider darf die Straße auf den 1465m hohen Gipfel nicht mehr mit Privatfahrzeugen befahren werden. Den Berg ließen wir rechterhand liegen und fuhren weiter, vorbei an kleinen Burgen, zum Fluss Sioulet, um am Chateau de la Rocette de Miremont einen Fotostopp einzulegen. Wir wechselten ins Tal der Sioule, um am Viadukt des Fades, das mit 132,5m Höhe höchste Eisenbahnviadukt Frankreichs, unser obligatorisches Picknick einzulegen. Ein Stück konnten wir noch dem schönen Siouletal folgen, bis wir uns aus Zeitgründen auf den Rückweg zum Campingplatz machten. Wir passierten die Gemeinde Volvic, jetzt wissen wir auch, wo das berühmte Mineralwasser herkommt. Am Lac d’Aydat packten wir die Motorräder für die Heimreise und verbrachten einen letzten gemütlichen Abend mit viel Gelächter zusammen. Leider verging die Zeit wieder einmal viel zu schnell.

Alle freuen sich schon auf die nächste Tour.

Bis bald! Gruß, Markus

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Markus Bauer